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Welpenführer von
Eukanuba
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Wie Sie Ihrem Welpen Anstand beibringen
Arnold war ein riesiger schwarzer Labrador Retriever und eine Seele von Hund. Er war immer bemüht zu demonstrieren, wie freundlich und liebenswürdig er ist. Dazu sprang er gerne an den Gästen des Hauses hoch, um Ihnen einen Schmatz zu geben, präsentierte ihnen stolz seinen Hundeknochen, wenn sie zum Essen geladen waren, und half ihnen dabei, die Zahnpasta zu suchen, indem er in ihren Koffern herumwühlte. Die Hausherren fanden dies rührend. Nicht so die Gäste. Auf deren Geheiß wurde der gute Arnold deshalb des Häufigeren in die Waschküche verbannt. Aber selbst in seinem Verlies war er noch entschlossen, sich nützlich zu machen: So vertrieb er sich die Abende damit, das Papier in der Altpapiertonne zu schreddern. Natürlich war das alles nicht Arnolds Schuld. Er zeigte ganz einfach Zuneigung auf seine Hundeart. Hätten ihm seine Besitzer doch nur beizeiten Manieren beigebracht als er noch ein niedlicher kleiner Welpe war! Was glauben Sie, wie glücklich Arnold und vor allem die Gäste des Hauses heute wohl wären! Lassen Sie sich die Geschichte mit Arnold eine Lehre sein und bringen Sie Ihrem Welpen rechtzeitig bei, wie er sich zu benehmen hat - bevor er so groß ist, dass er Ihren Besuch über den Haufen rennt.
Die Grundkommandos
Tierverhaltensspezialisten sind der Ansicht, Sie können bereits mit dem Training Ihres Kleinen beginnen, wenn dieser ca. sieben Wochen alt ist. Gestalten Sie das Ganze zunächst als Spiel. Geben Sie ihm vorher einige Tage Zeit, um sich an sein neues Leben mit Ihnen zu gewöhnen. Bedenken Sie, dass Welpen recht kurze Aufmerksamkeitsspannen haben. Es ist daher wohl das Beste, wenn Sie seine Lektionen zunächst auf wenige Minuten beschränken. Allerdings können Sie es mit mehreren über den Tag verteilten Minilektionen versuchen. Wenn Ihr Welpe zwischen vier und sechs Monaten alt ist, können Sie mit formalen Obedience-Lektionen anfangen. Hierzu einige Hinweise:
- Gestalten Sie nach Möglichkeit die Lernsituation so, dass Ihr Welpe die Prüfung besteht. Werfen Sie beispielsweise immer nur einen einzigen Ball, den er Ihnen zurückbringen soll und sagen Sie ihm dann "Hol den Ball!". Wenn Sie die Übung mit mehreren Objekten gestalten, verwirrt ihn dies nur.
- Eine kleine Bestechung wirkt dabei Wunder. Belohnen Sie erwünschtes Verhalten mit Lob, Leckereien und Spielzeug.
- Seien Sie konsequent. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Zeus die Nachbarn zur Begrüßung anspringt, dann lassen Sie ihm dies auch nicht durchgehen, wenn Sie selbst zur Tür herein kommen. Achten Sie auch darauf, für bestimmte Verhaltensaufforderungen immer dieselben einfachen Wörter oder Sätze zu verwenden.
Einführung
Jeder der bereits Erfahrung hat in der Bändigung eines vierbeinigen Rackers wird Ihnen bestätigen, dass Ihr Hund einige grundlegenden Kommandos unmittelbar befolgen müssen kann. Im Folgenden einige der wichtigsten dieser Kommandos, die Ihnen gegebenenfalls aus einer kniffligen (oder auch brenzligen) Situation helfen können.
Aus / Nicht springen: Weichen Sie zurück, wenn Sie sehen, Ihr Welpe springt auf Sie zu und sagen Sie "Aus!" oder "Nicht springen!". Geben Sie ihm eine Belohnung, wenn er am Boden bleibt.
Ab in den Zwinger: Geben Sie dem Tier eine Belohnung und bringen Sie ihn dann in seinen Zwinger. Sagen Sie ihm dabei "Ab in den Zwinger!" oder "Husch, husch ins Körbchen!" Wenn er dann brav hineingeht, loben Sie ihn aber schließen Sie die Tür noch nicht. Führen Sie diese Übung einige Male durch und schließen Sie zum Schluss dann auch die Tür. Wenn sich der Hund anständig verhalten hat, geben Sie ihm eine Belohnung durch das Gitter. Weiten Sie nach und nach die Aufenthaltsdauer des Tiers im Zwinger aus. Bitte beachten Sie dabei: Wenn er anfängt zu winseln, lassen Sie ihn nicht heraus. Dies würde sein Verhalten belohnen. Wenn Sie die Zwingertür öffnen, kriechen Sie nicht hinein, solange der Hund sich darin befindet. Sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie in leicht zerzaustem Zustand wieder herauskommen.
Sag was: Halten Sie dem Welpen etwas unter die Nase, was er mag, und sagen Sie dann "Los, sag was!" Vielleicht müssen Sie selbst einmal kurz bellen, damit er versteht, was Sie von ihm wollen. Machen Sie diese Übung vielleicht nicht unbedingt in Ihrem Garten, sonst könnten Ihre Nachbarn einen falschen Eindruck von Ihnen bekommen. Sobald der Hund bellt, loben Sie ihn.
Ruhe: Nachdem Ihr Zeus sich mit Bellen ins Zeug gelegt hat, lassen Sie ihn eine Weile nach Herzenslust kläffen. Dann machen Sie unvermittelt eine Geste, dass er ruhig sein soll. Führen Sie den Finger zum Mund und sagen Sie "Ruhe!". Das wird ihn verblüffen und er wird sofort aufhören mit bellen. Belohnen Sie ihn überschwänglich.
Gib's her: Zur Vorbeugung gegen aggressives Bewachungsverhalten müssen Sie Ihrem Welpen beibringen, sein Spielzeug oder Futter wieder herzugeben. Bieten Sie ihm anfangs zur Übung einen Tausch Spielzeug gegen Futter an. Sagen Sie dabei: "Gib's her!"
Hol's her / lass es liegen: Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine und gehen Sie mit ihm spazieren. Werfen Sie ihm ein Spielzeug vor die Füße und sagen Sie: "Hol's her!" Sobald er die Übung beherrscht, wiederholen Sie die Übung und sagen Sie: "Lass es liegen!" Wenn er den Gegenstand trotzdem aufnimmt, geben Sie ihm einen sanften Klaps auf die Nase und sagen Sie noch einmal: "Lass es liegen!" Wiederholen Sie dieses Wechselspiel aus holen und liegenlassen mehrmals.
Sitz: Halten Sie Ihrem Zeus etwas Leckeres vor die Nase und führen Sie den Köder dann langsam über seinen Kopf. Er wird daraufhin seinen Kopf heben, um der Bewegung Ihrer Hand zu folgen, und dabei seinen Hinterkörper senken. Drücken Sie dabei mit Ihrer freien Hand sein Hinterteil weiter zu Boden und sagen Sie dabei: "Sitz!"
Leg dich: Zeigen Sie Ihrem Welpen eine Belohnung und führen Sie sie zu Boden, während Sie sagen: "Leg dich!" Drücken Sie ihn dabei sanft zu Boden, bis er liegt. Geben Sie ihm die Belohnung, sobald er sich hingelegt hat - auch wenn er dies nur für einen kurzen Moment tut.
Bleib: Befehlen Sie Ihrem Welpen zu sitzen. Entfernen Sie sich dann einige Schritte von ihm, während Sie ihm befehlen: "Bleib da sitzen!" Wenn er gefolgt hat, loben Sie ihn dafür und geben Sie ihm gleich eine Belohnung. Loben Sie ihn unmittelbar, solange er noch auf Ihre Reaktion wartet. Auf diese Weise bringt er den verbalen Befehl mit dem richtigen Verhalten in Verbindung.
Komm her: Achten Sie beim Erziehungstraining immer darauf, dass Sie kleine Belohnungen für Ihren Zeus dabei haben und rufen Sie ihn mehrmals am Tag bei seinem Namen: "Komm her, Zeus!" Wenn er dann angewetzt kommt, geben Sie ihm eine Kleinigkeit.
Das Training mit Ihrem Welpen kann für alle Beteiligten mit einer Menge Spaß verbunden sein. Wenn Sie Erfolg haben bei Ihrer Hundeerziehung, dann ist Ihr Vierbeiner nicht nur Zuhause lieb, Sie können sich vielmehr auch in der Öffentlichkeit auf ihn verlassen - zum Beispiel wenn Sie zufällig Ihrem Chef begegnen, der Hunden gegenüber etwas voreingenommen ist.
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